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SPORTSFREUND-Wochen

10.11.2016

Mal ‘ne Frage, mein lieber SPORTSFREUND…
Interview mit der Übungsleitung

Hallo, schön dass du Zeit fürs Interview gefunden hast. Stell dich doch bitte einmal kurz vor!
Hi, mein Name ist Wilhelm, komme aus Winnweiler, bin 24 Jahre alt und studiere BWL mit Informatik.

Wie bist du denn zum Boxen gekommen?
Gute Frage (lacht). Das war sogar ziemlich situationsbezogen: Ich hatte früher einmal eine Uhr aus London mitgebracht, die zwar nicht teuer war aber an der ich hing. Die wurde mir damals gestohlen und ich wusste nicht, wie ich in dieser Situation reagieren sollte. Der Täter hatte mich zuerst in ein Gespräch verwickelt, um mich abzulenken und in dem Moment, in dem er mir die Uhr klaute, wollte er auch zuschlagen, hat es im letzten Moment aber doch nicht gemacht. Trotzdem hab ich mich in dieser Situation überrumpelt gefühlt und hätte gar nicht gewusst, wie ich dem Schlag überhaupt hätte ausweichen können. Aus diesem Gefühl der Ohnmacht raus entwickelte sich dann bei mir der Wunsch eine Kampfsportart zu erlernen, um mich selbst aber auch meine Mitmenschen schützen zu können.

Wieso ist es denn dann ausgerechnet der Boxsport geworden?
Ich habe zwischen Boxen und Ringen geschwankt, aber Boxen hilft dir halt, vorauszuahnen, wann und von wo welcher Schlag kommt. Mit der richtigen Technik kann man Schläge gut vorhersehen und vor allem auch gut abwehren und kontern. Daher ist es dann Boxen geworden.

Wie kommt’s dass du jetzt hier im UNISPORT Boxen anbietest?
Ein paar Freunde und ich wollten unbedingt irgendwo trainieren, aber es ist hier in Kaiserslautern etwas schwierig, ein passendes Training zu finden. Wir haben herumgefragt, letztlich auch hier und weil nun mal Bedarf da war, und der UNISPORT das gerne anbieten wollte, biete ich das jetzt an.

Wie sieht das Training bei dir denn typischerweise aus?
Erstmal steht das gemeinsame Aufwärmen an, danach kommen dann erstmal die Basics der Technik dran. Wer schonmal dabei war, der wiederholt das Ganze dann und kann, während ich es den Neuankömmlingen ausführlich erkläre, dann derweil Schattenboxen. Danach arbeiten wir mit den Boxsandsäcken und parallel mit Gewichten ein Intervalltraining. Zum Abschluss machen wir dann noch ein Bauch- und Rückentraining. Grundsätzlich ist das also ein sehr umfassendes Training, ich mache es aber immer etwas nach Bedarf: An manchen Tagen liegt der Fokus dann eben mehr auf der Technik, aber wenn die Leute vor allem zum Auspowern kommen, dann geb ich ihnen mit dem Kraftausdauertraining auch die Möglichkeit dazu.

Wenn jemand jetzt bei euch mitmachen möchte, was muss derjenige dann fürs Training mitbringen?
Durchhaltevermögen und Interesse am Boxen, aber an Material braucht man eigentlich nichts. Wir haben hier vier Boxsandsäcke und Handschuhe von Decathlon. Wenn jemand Boxhandschuhe zuhause hat und diese wegen der Hygiene lieber selbst mitbringen möchte, dann ist das natürlich auch okay. Ansonsten kann man sich hier mit dem Material natürlich abwechseln. Jeder kann also einfach vorbeikommen und sich mal auspowern und ausprobieren!

Danke für das Interview Wilhelm!
Wer es mal ausprobieren möchte, der kann immer donnerstags um 16.30 Uhr oder freitags um 19.00 Uhr ins Training im Gymnastikraum des UNISPORT vorbeischauen! Wir freuen uns auf euch!
07.11.2016

SPORTSFREUND in Gefahr!
Tilman beim Boxen

Für UNISPORT-Mitarbeiter ist der Arbeitsalltag öfters mal richtig stressig: Gerade zu Semesterbeginn geht es rund, und auch Programmleiter Tilman steht dann gerne mal unter Strom. Schließlich soll das geplante Sportprogramm ja so umgesetzt werden, dass niemand etwas von der Hektik hinter den Kulissen mitbekommt und der Publikumsverkehr reibend läuft. Als wir also für einen Erfahrungsbericht im Rahmen unserer Aktion einen Sportsfreund in den Boxkurs schicken wollen, ist Tilman sofort dabei: „Dampf ablassen, klingt gut!“.

Das Training mit Übungsleiter Wilhelm (den wir euch übrigens in einem Interview am Mittwoch noch näher vorstellen werden) findet zweimal wöchentlich statt. Dabei ist es egal, ob man den Termin am Donnerstag um 16.30 Uhr oder freitags um 19.00 Uhr wählt. Anfänger und/oder Fortgeschrittene sind in beiden Kursterminen herzlich willkommen und werden von Wilhelm in die Grundlagen eingeleitet. Wir schauen donnerstags vorbei und stellen fest: Die Bude ist gerammelt voll! Zwar ist der Gymnastikraum wirklich einer der eher kleineren Räumlichkeiten im UNISPORT-Gebäude, sodass hier schnell Enge herrscht. Allerdings ist es auch der einzige Ort mit den perfekten Bedingungen zum Anbringen der Boxsäcke, die vom UNISPORT, zusammen mit einigen Boxhandschuhen, in enger Zusammenarbeit mit Decathlon extra für diesen Zweck angeschafft wurden.

Nach dem gemeinsamen Dehnen und Lockern zeigt Wilhelm den Kursteilnehmern gleich mal, aus welchem Holz er so geschnitzt ist: „Auf den Boden – 10 Liegestütz, 10 Crunches!“. Weil der Raum so voll ist, wird das weitere Training dann intervallartig durchgeführt werden – vorher erklärt Wilhelm aber die wichtigsten Grundlagen nochmal für alle. Im Kreis aufgestellt wird das Standboxen geübt: Breitbeinig auseinander, Arme hoch, dann Fuß- und Hüftdrehung üben. Damit alles seine Richtigkeit hat und niemand sich falsche Grundlagen aneignet, überprüft Wilhelm tatsächlich reihum bei jedem den richtigen Stand und verteilt kleine Verbesserungstipps – so viel Zeit muss sein! Und auch Teilnehmer mit Erfahrung bekommen von Wilhelm noch kleinere Korrekturen für eine optimalere Technik. Den ersten Schlag, den Wilhelm ausführen lässt, ist ein „Jab“ mit der eigentlich schwächeren Hand. Dabei gleichzeitig die Deckung aufrechtzuhalten finden die Kursteilnehmer und auch Tilman gar nicht so einfach: „Koordinativ ein ziemlich ungewohnter Bewegungsablauf...“.

Damit jeder einmal die Möglichkeit bekommt, an einem der vier Boxsäcke zu üben, verteilen sich die Kursteilnehmer dann in kleineren Gruppen. Wer gerade nicht mit Handschuh auf den Boxsack schlägt, der absolviert im Wechsel ein rigoroses Kraftausdauertraining. Was dabei natürlich nicht fehlen darf: Seilspringen! Weil das im kleinen Gymnastikraum für Platzprobleme sorgt, wird das Training ausgelagert. Solltet ihr euch also demnächst mal an ein paar Studierenden auf dem Flur vorbeischlängeln, die mit rotem Kopf minutenlang Seilspringen, wisst ihr, dass Wilhelm gerade seinen Kurs hält. Wer nicht seilspringt, der übt den Schlagablauf mit Gewichten. Was ordentlich in die Schultern geht, wie Tilman berichtet. Und dann kommt Wilhlems innerer Drill Sergeant zum Vorschein: „Da war die Technik nicht sauber! Alle runter, 20 Liegestütz!“. Und erntet erst mal ungläubige Blicke. Meint er das ernst? Und ob er das ernst meint: Die ganze Gruppe, und wir reden hier von über 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, lernt über den Verlauf der 90 Kursminuten den Boden des Gymnastikraums nahezu auswendig kennen. Immer wieder lässt Wilhelm die gesamte Gruppe Liegestütz und Crunches machen, bevor zum Abschluss der Stunde alle gemeinsam Kräftigungsübungen für Bauch und Arme machen. Müde und geschafft, aber mit einem Grinsen im Gesicht schleppen sich die Teilnehmer in die Umkleiden. Auf dem Weg hört man unterm gemeinsamen Lachen so manchen murmeln: „Boah ey...“, „Bin ich k.o.!“ und „Autsch! Das war mal...intensiv?!“.

Und Tilman? Wie lautet dein Fazit? „Mega anstrengend! Dass ich am nächsten Tag Muskelkater in Armen und Schultern habe, hab ich ja erwartet. Schließlich merkt man schon, dass die Arme müde werden. Und unterschätzt leicht den Widerstand des Boxsacks... Aber dass sogar die Waden von der tänzelnden Schrittstellung brennen, hätte ich nicht gedacht. Alles in allem also richtig fordernd. Aber das soll ja auch so sein!“

Die Trainingsmontage der Rocky-Filme ist ein Kindheitstraum und läuft dir häufiger mal vor Augen? Oder möchtest du einfach mal so richtig Dampf ablassen? Dann schau doch einfach vorbei: Entweder donnerstags um 16.30 Uhr oder freitags um 19.00 Uhr im Gymnastikraum in Gebäude 28. Denk dran, als SPORTSFREUND kannst du für deinen Besuch einen Stempel sammeln und rückst damit den Gewinnen näher! Wir freuen uns auf euch!
31.10.2016

SPORTSFREUNDE-Wiki: BOXEN!
Von Punches, Uppercuts und Knockouts...

Den Anfang unserer Aktionswochen macht dieses Jahr eine Sportart, die wir zwar ganz neu in unserem Programm haben, die aber aus historischer Sicht zu einer der ältesten Sportarten der Welt gehört: Boxen!

Schon immer beliebt: Die vielleicht älteste Kampfsportart der Welt
Faustkämpfe scheint es schon seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte zu geben. Sinnvollerweise, denn schließlich gibt es in direkter Konfrontation kaum etwas instinktiveres, als mit den Fäusten zuzuschlagen. Als Sport, der zur Unterhaltung eines Publikums dient, gibt es Faustkämpfe schon seit knapp 5000 Jahren – so beweisen es zumindest ägyptische Aufzeichnungen! Auch bei den originalen olympischen Spielen im antiken Griechenland taucht der Faustkampf als Disziplin auf, genauso wie auch in den römischen Gladiatorenkämpfen - dort wurden die Hände der Kämpfer zusätzlich mit Lederriemen mit Metalldornen bandagiert. Autsch!

Sprung in die Moderne: Vom „Bare-Knuckle-Fight“ zu festen Regularien
Aus den „Bare-Knuckle-Fights“ im 17. & 18. Jahrhundert in England entwickelten sich irgendwann die Queensberry-Regeln: Demnach mussten nicht nur die Hände bandagiert oder Handschuhe getragen werden, um schlimmere Verletzungen zu vermeiden - auch der Boxring als Kampfarena wurde eingeführt. Zu diesen frühen Regeln des modernen Boxens gehören auch das Herunterzählen von zehn an bei Niederschlagen, sowie die zeitliche Begrenzung einer Runde auf drei Minuten. Mit dem Rutsch aus der Illegalität wurde das Boxen im 19. Jahrhundert zu einer der beliebtesten Sportarten – 1904 wurde es zudem olympisch und zwei Jahre später wurde mit dem SC Colonia 06 der älteste noch aktive Boxverein Deutschlands gegründet.

»Let’s get rrready to rrrumble!« - Die Kämpfe als Show und Boxer zu Stars
Inzwischen sind Boxkämpfe, zumindest jene um große Titel, zu riesigen Showacts mutiert und auch die Sportler selbst sind zu Berühmtheiten inklusive Werbedeals, Biopics und Schauspielkarrieren geworden. Namen wie Muhammed Ali, Mike Tyson, Joe Frazier oder Vitali und Wladimir Klitschko sind Idole, sowie Synonyme für Erfolg geworden und motivieren bis heute unzählige Sportler. Dabei helfen auch die berühmt-berüchtigten Promoter vor und hinter den Fernsehkameras vor Ring und Umkleide: Personen wie Don King oder Bob Arum, die Millionendeals aushandeln, um skandalträchtige Fights zu inszenieren. Zum Erfolg des Boxsports dürften auch die höchst einnahmeträchtigen und beliebten Boxerfilme aus den 80er Jahren wie z.B. die berühmte Rocky- Reihe, beigetragen haben – mit dem schönen Nebeneffet, dass mit der Trainingsmontage ein cinematographisches Juwel erschaffen wurde, welches wohl noch für viele Jahre in zahlreichen Filmen zitiert werden wird.
Übrigens, schon gewusst? Der berühmte Schlachtruf „Let’s get ready to rumble“ von Sportansager Michael Buffer ist (zumindest in den USA) markenrechtlich geschützt und darf aktuell nur von ihm im öffentlichen Kontext verwendet werden!

Ihr wollt mal sehen, wie so ein Boxtraining läuft? Dann werdet SPORTSFREUND, macht mit und schnuppert in unseren Kurs rein: Immer donnerstags ab 16.30 Uhr und freitags um 19.00 Uhr im Gymnastikraum des UNISPORT!