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SPORTSFREUND-Wochen

14.12.2016

Mal ‘ne Frage, mein lieber SPORTSFREUND…
Interview mit der Übungsleitung

Hallo André, stell dich doch bitte erstmal unseren Lesern vor.
Ja hallo, mein Name ist André, ich wohne in Kaiserslautern und arbeite auch hier bei einem Unternehmen als Ingenieur. Seit 2015 bin ich Übungsleiter für Forró hier im UNISPORT.

Für alle, die es noch nicht wissen: Was ist Forró?
Forró ist ein brasilianischer Paartanz. Ursprünglich stammt er aus dem Nordosten Brasiliens. Die Art, wie Forró heute aber getanzt wird und wie man sie kennt, wurde von Studenten im Süden Brasiliens entwickelt. In großen Städten wie Bel Horizonté, Sao Paolo, Brasilia da ist dieser moderne Forró gewachsen und ist heutzutage der populärste Tanz Brasiliens.

Was macht Forró so besonders?
Forró ist sehr sinnlich. Es gibt nicht nur einen Rhythmus sondern verschiedene Rhythmen. Da gibt es zum Beispiel Xote, einen sehr sinnlichen Rhythmus, weil man da sehr eng miteinander zusammen tanzt, auch die Figuren werden sehr nah aneinander ausgeführt und die Lieder sind entsprechend etwas langsamer. Oder aber Baiao: Das ist eine sehr lebendige Art des Forró, es hat mehr Abwechslung und ist ein schnellerer Rhythmus. Die getanzten Figuren sind extravaganter. Das Besondere an Forró ist also, dass es sehr flexibel ist als Tanz; man kann sehr langsam oder aber auch sehr schnell miteinander tanzen, die Grundlagen sind immer die Gleichen.

Wie bist du denn zum Forró gekommen?
Das ist eine sehr gute Frage (lacht). In Brasilien lernt man schon sehr früh, quasi als Kind tanzen. Ich konnte das nicht! Ich habe es ewig lang versucht, aber es war für mich unheimlich kompliziert überhaupt nur den Grundschritt zu lernen. Meine Mutter konnte das schon als sie vier Jahre alt war, aber ich hatte immer Probleme damit. Dann als ich 16 wurde, habe ich mich entschlossen einen Kurs zu besuchen und nach zwei Monaten konnte ich dann alles. Ich hab in dem Alter gemerkt, dass ich in diese Ausbildung muss, weil ich da schon gefühlt habe, dass das Tanzen etwas war, was ich unbedingt machen wollte. In dieser Ausbildung habe ich dann auch gelernt, wie man den Tanz strukturiert lehren kann. Forró ist nicht nur mein Hobby, sondern damit irgendwie auch mein zweiter Beruf.

Wie läuft euer Training denn typischerweise ab? Habt ihr einen Trainingsplan?
Ja, haben wir! Das Semester starten wir immer mit den Grundschritten und über den Verlauf des Semesters wird dann in jeder Kursstunde eine neue Figur beigebracht. Zusätzlich haben wir natürlich auch Wiederholungsstunden. Wir beginnen immer mit dem gemeinsamen Aufwärmen, danach üben wir eine der Grundfiguren oder –schritte, und dann behandeln wir die Hauptfigur des Kurses.

Muss man irgendwas mitbringen?
Nein, eigentlich nicht! Die Männer tanzen barfuß, in Socken oder flexiblen Sneakern. Die Frauen sollten auf gar keinen Fall Schuhe mit Absatz oder schwere Schuhe mitbringen, denn das könnte für die Männer gefährlich werden! (lacht) Die meisten haben Sandalen oder Ballerinas an, oder tanzen eben auch barfuß.

Wie motivierst du Skeptiker, trotzdem mal vorbeizuschauen?
Forro ist sehr lebendig, sehr sinnlich, macht unheimlich viel Spaß und lässt sich auch schnell lernen. Daher kommt einfach vorbei und probiert es aus!


Dienstagabend noch nichts vor? Dann schaut doch einfach um 20.00 Uhr im Gymnastikraum vorbei, lernt neue Leute kennen, schwingt das Tanzbein und sahnt einen weiteren SPORTSFREUND-Stempel ab!
12.12.2016

SPORTSFREUND in Gefahr: Maike beim Forró

»Change!« Auf das Kommando von Übungsleiter André folgt ein wildes Gewusel im Kursraum und lautes Lachen. Die Ansage den Status eines Running Gag bei den Stammtänzern des Forró. Denn der Tanzkurs hat ein eher ungewöhnliches Problem: einen kleinen Mangel an TanzpartnerINNEN. Für gewöhnlich ist das Geschlechterverhältnis bei anderen Tanzkursen eher umgekehrt - nicht jedoch hier.

Bei Forró handelt es sich um einen brasilianischen Paartanz, bei dem viel Körperkontakt gefragt ist. Unsere Spezialistin für Tanzkurse aller Art ist Maike. Diese erklärt sich denn auch sofort dazu bereit, den Kurs zu besuchen und mal etwas Neues auszuprobieren. Mit im Schlepptau: Tanzpartner Matthias, der als Übungsleiter der Lateinformation auch regelmäßig das Tanzbein schwingt und ebenfalls recht gespannt auf den Kurs ist. Los geht’s mit einem gemeinsamen Aufwärmen und Dehnen, bei dem Andrés Tanzpartnerin mithilft. Für diejenigen, die das erste Mal dabei sind, erklären die beiden danach den Grundschritt, der schnell gelernt ist. Auf diesen werden die weiteren Figuren aufgebaut, weswegen erstmal einige Minuten lang zu Musik nur dieser einfache Schritt geübt wird – damit er wie automatisiert sitzt. Danach geht’s dann an die alternativen Schritte. Hier ist Rhythmusgefühl gefragt - für die beiden tanzerfahrenen Sportsfreunde allerdings kein Problem! André gibt allen genug Zeit, sich die Schrittabläufe einzuprägen und macht sogar die Runde, um wirklich bei jedem zu prüfen, ob es noch Fragen gibt. Unterbrochen wird das Tanzen immer wieder nur durch das bereits erwähnte Kommando: Damit auch wirklich jeder mal den Schritt mit einer Tanzpartnerin üben kann, werden alle fünf Minuten die Tanzpartner gewechselt. Das funktioniert ganz problemlos, sorgt für Abwechslung und dafür, dass sich die ganze Gruppe schon bald kennt und gemeinsam lacht. Nachdem auch ein zweiter, schon wesentlich komplizierterer Schritt besprochen und geübt wurde, können abschließend alle nochmal gemeinsam das Gelernte für längere Zeit üben.

Wie lautet das Fazit unserer beiden Sportsfreunde? Maike findet den Kurs »wirklich gut angeleitet! Das Tanzen macht Spaß, die Musik ist super sommerlich und die Schritte sind wirklich machbar. Zeit genug zum Üben bekommt man auf jeden Fall. Dass die Ansagen zusätzlich auf Englisch kommen, ist gerade beim international durchmischten Kurspublikum super. Verständigungsprobleme gibt’s trotzdem nicht, und die Gruppe ist total offen und freundlich! Leute lernt man hier auch mega schnell kennen.«

»Nur meine Tanzschuhe hab ich ganz unnötig mitgebracht« lacht sie. Tatsache: Mitbringen muss man gar nichts, getanzt wird nämlich in Socken oder barfuß. Wer’s mal ausprobieren möchte, der hält sich am besten Dienstagabend ab 20.00 Uhr frei, denn dann wird im Gymnastikraum im UNISPORT die Musikanlage angeschmissen und Forró getanzt. Kommt vorbei! SPORTSFREUND-Stempel verteilt André natürlich auch. 
28.11.2016

SPORTSFREUND-Wiki: FORRÓ!
Mit brasilianischen Rhythmen gegen den Winterblues

Unsere Aktion geht in die Halbzeit! Wir starten in die fünfte Woche unserer SPORTSFREUND-Aktion und damit rückt nun schon die dritte von fünf Sportarten in unseren Fokus. Mit FORRÒ stellen wir euch einen Tanzsport vor, der mit seinem brasilianischen Flair das Sommerfeeling in die kalten Wintermonate zurückbringt. Aber zuerst einmal: Die Fakten!

Brasiliens Kult-Tanz
Bei Forró handelt es sich einmal im sportlichen Sinne um einen Paartanz, dessen Ursprünge im Nordosten Brasiliens liegen, zum andern aber auch gleich um eine umfassende Bezeichnung für den Musikstil, zu welchem getanzt wird. Dabei ist beides keine neuartige Erscheinung. Forró ist schon lange sehr bekannt – und vor allem sehr beliebt. Historisch gesehen bedeutete „zum Forró gehen“ etwa das Gleiche wie „zu einer Party zu gehen“. Bis heute gibt es sehr beliebte Musik- und Tanzfeste, bei denen nicht nur in den gängigen Lokalen, sondern auf ganzen Straßenzügen getanzt wird.

Was heißt das eigentlich?
Die Herkunft des Begriff „Forró“ ist allerdings nicht ganz eindeutig: Umgangssprachlich wird sich die Geschichte erzählt, dass das Wort vom englischen Ausdruck „for all“ stamme. Demnach seien Tanzveranstaltungen für englische Arbeiter, die mit dem Bau der Great-Western-Eisenbahn beauftragt waren, als Tanzabende „for all“ ausgezeichnet gewesen, woraus durch Fehlkommunikation schließlich „Forró“ wurde. Dagegen spricht, dass es Belege gibt, wonach der Begriff schon vor dem Eintreffen der englischen Arbeitskräfte in Benutzung war. Alternative Versionen sehen den Ursprung des Begriffs als Abkürzung von „forrobodó“, was im Portugiesischen eine ausufernde Party beschreibt.

Vielseitig und unkompliziert
Musikalisch betrachtet vereint FORRÓ aufgrund seiner großen Verbreitung inzwischen recht verschiedene Stile und beschreibt leicht unterschiedliche Rhythmen. Es gibt daher auch verschiedene Arten, wie FORRÓ getanzt werden kann: Zu „Xote“ eher langsam, zu „Arraste-pé“ hingegen recht schnell und eher klassisch zu „Baião“. Der Grundschritt ist dabei immer der Gleiche. Er zeigt Ähnlichkeiten zum Salsa, ist durch das recht einfache, rhythmische Vor und Zurück leicht zu erlernen und stellt die Ausgangsposition für alle weiteren Figuren dar. Elementar und gleichzeitig charakteristisch bei FORRÓ ist vor allem die Position der Tanzpartner zueinander: Enger Körperkontakt gehört schlicht und ergreifend dazu!

Ausprobieren gefällig? Dann nichts wie los in den nächsten FORRÓ-Kurs! Übungsleiter Andrè zeigt euch immer dienstags um 20.00 Uhr im Gymnastikraum des UNISPORT, wie’s geht. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene sind in diesem Kurs auch ohne Tanzpartner herzlich willkommen. Schuhe werden nicht benötigt, getanzt wird in Socken oder barfuß! Also traut euch, kommt vorbei und kassiert euren dritten SPORTSFREUND-Stempel!