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SPORTSFREUND-Wochen

23.01.2017

SPORTSFREUNDE-Wiki: Floorball!
Oder: »Nein, das ist nicht einfach nur ›Hallenhockey‹...«

Die SPORTSFREUND-Wochen gehen für dieses Semester in die letzte Runde. Für den Abschluss haben wir für euch nochmal ein schön schweißtreibendes und spaßiges Schmankerl aus unserer Sportprogramm-Kiste ausgewählt: Floorball, auch bekannt als Unihockey!
Jetzt mag sich der ein oder andere die Frage stellen: »Ist das denn dann nicht schlicht und einfach Hockey? Nur halt in der Halle?« Woraufhin der erfahrene Floorballspieler und -fan vermutlich höflich aufmerken wird: »Äh, nö?!« Dröselt man diesen Fachjargon nun analytisch auf, bedeutet das: Wie der Name schon vermuten lässt, stammt Unihockey bzw. Floorball natürlich durchaus vom Hockey ab und teilt sich mit diesem Stockballsport auch einige Gemeinsamkeiten. Es einfach nur Hallenhockey zu nennen wäre allerdings nicht nur zu kurz gegriffen, sondern letztlich schlicht falsch, denn: Nicht nur, dass die Spieler z.T. anderes und speziell zertifiziertes Equipment benötigen. Floorball ist anders organisiert und weist zudem ein ganz eigenes Regelwerk auf.

Was also unterscheidet Floorball vom Hockey und wie wird es gespielt?
Das offensichtliche zuerst: Statt mit einem Hockey-Puck wird beim Floorball mit einem, nun ja, Floorball gespielt. Dabei handelt es sich um einen hohlen Kunststoffball mit genau 26 Löchern und - mit dem Gewicht von gerade einmal 23 Gramm – einem Spielgerät aus der Klasse der Fliegengewichte. Die Löcher existieren dabei nicht nur aus Gründen verbesserter Aerodynamik beim Ballflug, sondern dienen gerüchtehalber auch dazu, dass sich Floorballspieler/innen nach dem Training oder einem Match auch ›in Zivil‹ erkennen – schließlich hinterlassen Querschläger trotz der Leichtigkeit ihres Seins charakteristische kreisrunde Dellen auf der Haut, die das gegenseitige Identifizieren verhältnismäßig einfach machen. Geschlagen wird der Ball mit dem Unihockey-Stock, der kürzer als der übliche Eishockeyschläger und ebenfalls aus Kunststoff ist. Wie alles Floorball-Equipment unterliegt auch diesSpoer festen Vorgaben und einer Bauartprüfung, die vom IFF, dem Weltverband, mit Kennzeichen zertifiziert werden muss. Die Torhüter spielen beim Floorball interessanterweise ohne Stock und verteidigen ausschließlich mit dem Körper – wofür sie spezielle Schutzpads, ebenfalls zertifiziert, tragen.
Die Regeln sind beim Floorball strenger als z.B. beim Eishockey, allerdings wird Floorball auch wesentlich weniger körperbetont gespielt. Die Angst vor Blessuren liegt damit für die Zögerlichen unter den Sportsfreunden schon einmal nicht als Ausrede erster Wahl auf der Hand. Lediglich ein Schulter-an-Schulter-Drücken ist erlaubt: Schon jede weitere Tätlichkeit kann mit 2- oder 5-Minuten-Strafen im Aus sanktioniert werden. Statt körperlicher Kraft geht es beim Floorball noch mehr als beim Eishockey um Schnelligkeit und Geschick. Dafür ist das Auswechseln von Spielern während des Spiels unbegrenzt häufig und jederzeit möglich.
In den 1970er Jahren entwickelt, erfreut sich das Ganze insbesondere in der Schweiz sowie in Schweden und Finnland großer Beliebtheit. Auch in Deutschland ist eine solide Spielkultur vorhanden: Mit eigenen Bundesligen, einer Nationalmannschaft mit regelmäßiger Teilnahme bei Welt- und Europameisterschaften sowie eigenen Magazinen stellt Floorball eine sehr anschlußfähige Sportart dar.

Floorball ist ein Teamsport mit großem Spaßfaktor, den jeder schnell erlernen kann. Also probiert es aus und nutzt die Gelegenheit euren letzten SPORTSFREUND-Stempel einzusammeln! Gespielt wird immer montags ab 17.30 Uhr und mittwochs ab 18.00 Uhr in Halle 2 im UNISPORT. Material müsst ihr keines mitbringen, schaut einfach in üblicher Sportkleidung rein!