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SPORTSFREUND-Wochen

30.11.2018

Mal ‘ne Frage, mein lieber SPORTSFREUND…
Interview mit der Übungsleitung


Ich habe mich kurz mit Max und Eduard, den Übungsleitern für Parkour zusammengesetzt.

Wie kommt man denn zum Parkour? Ist ja jetzt nicht die typische Sportart schlechthin.

Max: Bei mir hat das so angefangen: Ich hab das im Internet gesehen, hab dann nach Leuten gesucht, die das hier in der Stadt machen und hab mich mit denen dann getroffen.

Eduard: Bei mir war’s ähnlich. Auch übers Fernsehen, ich hab eine Reportage auf Pro7 gesehen und dann Youtube-Videos und hab das ganze mal draußen ausprobiert. Durch Zufall hab ich dann jemanden kennen gelernt, der das auch gemacht hat, der da etwas erfahrener war und der hat mir dann viel gezeigt. So bin ich im Endeffekt dann da eingestiegen.


Man hat ja generell eine sehr starke Vorstellung aus den ganzen Videos. Wie können sich die Leute das Training bei euch vorstellen?

Eduard: Parkour ist ja nicht nur über irgendwelche Häuser zu springen. Das denken viele, weil es in Film und Fernsehen oft so gezeigt wird, aber es geht darum von Punkt A zu Punkt B zu kommen, dort sind Hindernisse dazwischen und die werden so effizient wie möglich überwunden.

Max: Es gibt verschiedene Überwindungstechniken, die man mit der Zeit lernt, wie man aus verschiedenen Ausgangsstellungen sicher über ein Hindernis kommt.


Ist das Training immer in der Halle oder auch draußen?

Max: Wir sind zu 90% draußen.

Eduard: In der Halle kann man halt gut Salti üben. Salti sind aber etwas anderes als Parkour. Parkour ist effizient von A nach B zu kommen und Salti gehören zum Freerunning, das ist etwas anderes. Das kann man hier gut üben. Man hat Matten, man kann auch fallen, das geht ja draußen so nicht. Aber eigentlich kommt Parkour von draußen und da macht es auch mehr Spaß. In der Halle begrenzt man sich etwas in seiner Freiheit. Draußen ist man eher etwas kreativer. Dort sind die Sachen einfach da und man muss sich an die Umgebung anpassen, hier passt man die Umgebung an. Ist der Sprung zu weit, rückt man einfach die Kästen näher zusammen. Draußen muss man so lange trainieren, bis es klappt. Das macht im Endeffekt dann auch mehr Spaß, wenn man etwas auf das man schon lange hin trainiert, letztendlich dann auch schafft.


Helfen als Einsteiger auch andere Sportarten oder hat jeder die gleichen Voraussetzungen?

Max: Turnen hilft vermutlich etwas, aber im Endeffekt ist es egal.

Eduard: Viele von meinen Kollegen wollen nicht vorbeikommen, weil sie sagen sie wären zu schlecht. Es stellen sich immer alle vor man macht im Parkour immer Riesensprünge oder sonst etwas, aber es sind auch die kleinen Dinge die dann Spaß machen. Dafür muss man dann auch nicht besonders talentiert sein. Jeder kann damit anfangen und wenn es ihm Spaß macht, bleibt er dabei. Ich selbst bin schon lange dabei und es gibt Leute die erst viel kürzer dabei sind, es aber trotzdem viel besser können.


Letzte Frage an euch: Warum sollten die Leute Donnerstag ins Parkour kommen?

Eduard: Es sollte jeder ausprobiert haben. Es ist eine tolle Sportart. Anders als beim Fussball beispielsweise kann dich da keiner verletzen, du trainierst für dich selbst und setzt dir selbst die Grenzen.

Max: Es ist einfach frei. Keiner sagt, etwas wäre unmöglich, sondern jeder versucht das unmögliche möglich zu machen.

Eduard: Es gibt keine Grenzen und keine Regeln. Niemand verbietet einem Dinge, man kann alles ausprobieren. Natürlich sollte man dabei gesund bleiben und den Körper schonen und nicht zu sehr zu belasten.


Vielen Dank für dieses Interview. Es kann also jeder mal beim Parkour vorbeischauen, der sich dafür interessiert. Wird mit Sicherheit keine schlechte Erfahrung werden.
30.11.2018

SPORTSFREUND in Gefahr!
Felix beim Parkour

Für Felix ging es am Donnerstagabend in die UNISPORT-Halle zum Parkour. Krasse Moves und viel Airtime? Wir werden sehen.

Es ist bereits der Abend angebrochen, 21 Uhr ist nicht die früheste Uhrzeit für ein Training. Trotzdem ist die recht kleine Halle sehr gut gefüllt. Viele sind neu dabei, die Sportsfreundwochen sorgen für einige neue Gesichter.

Ca 25 Leute haben sich eingefunden, ein paar aber auch schon länger dabei. Die erkennt man schnell, sie bauen sich erste Hindernisse und überwinden diese gekonnt, während die anderen noch etwas planlos in der Halle stehen. Die beiden Übungsleiter Eduard und Max stellen sich kurz vor und teilen dann mit wie das zweistündige Training verlaufen wird. Die erste Stunde wird für die “Anfänger” eine geführte Zeit mit Grundübungen und die zweite wird etwas freier verlaufen. Aber als erstes wird sich ausgiebig warm gemacht, Max erklärt auch warum: “Parkour beansprucht fast alle Teile eures Körpers, es ist also wichtig dass die alle warm sind!”

Danach wird die Gruppe in 2 geteilt, jeweils ein Übungsleiter nimmt sich eine vor und erläutert einige Grundtechniken. Felix schließt sich Eduard an und darf sich in der Folge immer wieder über 2 Kästen schwingen. Die richtige Technik ist dabei sehr wichtig, wer falsch aufkommt kann sich sehr leicht verletzen. So geht es vorwärts, später auf rückwärts, immer wieder über die Kästen. Dabei lernen Felix und die anderen auch auf verschiedene Weise das Hindernis zu überwinden. Weniger Wert wird auf das letztendliche Aussehen des Sprungs gelegt, im Vordergrund steht die Effizienz.

Später werden dann auch Sprünge geübt, dabei ist auch die Landung wichtig, auch hier kann man sich bei falscher Ausführung recht schnell verletzen. Zwar wird hier nur von Kasten zu Kasten gesprungen, viele haben aber sicherlich einen wagemutigen Sprung von Hausdach zu Hausdach vor Augen, wie man sich Parkour im ersten Moment oft vorstellt. Mit dieser Erwartungshaltung ging auch Felix zum Parkour, “viele krasse Jungs und Mädels, die krasse Sachen machen und viel Airtime”. Mit den krassen Jungs und Mädels lag er dann auch nicht wirklich falsch: Diejenigen, die schon länger beim Parkour waren, suchten sich ihre eigenen Hindernisse und nicht selten bestaunten Teilnehmer aus den beiden angeleiteten Gruppen diese Aktionen, die schon sehr schön anzuschauen waren. Eduard leitete seine Gruppe noch durch einen kleinen Parkour über das Geländer, bevor es zur Reckstange ging, bei der dann der Sprung aus dem Schwung heraus geübt wurde. Keine einfache Angelegenheit den Schwung richtig zu nutzen um eine gewisse Distanz zu überwinden und auf einem bestimmten Punkt zu landen, das merkte auch Felix. Er hatte den Bogen aber fix raus und bekam für eine Drehung im Flug noch Szenenapplaus.


Nach dieser Übung ging es dann in den etwas freieren Teil und alle suchten sich eine Übung oder ein Hindernis aus und konnten sich daran probieren. Die Zeit war recht schnell vergangen und bevor man es sich versah, waren die 2 Stunden auch schon fast vorbei. War das Training also so wie Felix es sich vorgestellt hatte? “So ähnlich”, ließ er danach verlauten “Ich hätte nicht gedacht dass das Ganze so geführt wird, finde ich aber gut!” In der Tat war der erste Teil des Trainings nicht so frei wie man hätte denken können. Es hätte einfach ein Parkour aufgebaut werden können und die Anweisung hätte lauten können: “Schaut wie ihr drüber kommt”. Nicht so mit Eduard und Max, die sich viel Zeit für die Sportsfreunde und andere Neulinge nahmen und ihnen unter Aufsicht einige Grundzüge des Parkours näher brachten. Hat am Ende nicht nur Felix gefallen, alle Anwesenden sahen sichtlich zufrieden mit der Übungsstunde aus.

Wer also Interesse an Parkour hat, darf sich ruhig Donnerstags zu Eduard und Max ins Training trauen. Auch als Anfänger ist man dort gut aufgehoben und kann mit etwas Training schnell über sich hinaus wachsen.
19.11.2018

SPORTSFREUNDE-Wiki: Wusstest du schon ...?

Schon gewusst?
Unnützes Wissen für SPORTSFREUNDe –
Diesmal rund ums… PARKOUR!
Wusstest du schon,…


...dass der Erfinder Parkour nicht nur als Sportart sieht?
Vielmehr sieht er sie als kreative Kunst, die dabei helfe, die eigenen, durch Körper und Umwelt gesetzten Grenzen zu erkennen und zu überwinden, ohne dabei andere mit seinem Können beeindrucken zu wollen.

...dass es im Parkour nicht um den Wettstreit mit anderen geht?
Es soll nur darum gehen immer an sich selbst zu arbeiten und somit seine Grenzen immer weiter nach oben verschieben zu können. Dabei soll es nicht darum gehen einfach nur besser als der andere zu sein, die Orientierung gehts stets nach innen.

...dass Parkour im Buch von Chris Crudelli "Die Kunst des Kampfes: 300 Kampfsportarten" geführt ist?
David Belle (Sohn des Erfinders und selbst Mitentwickler) erklärt das folgendermaßen: „Bei einer unliebsamen Begegnung hat man im Grunde drei Möglichkeiten: Reden, kämpfen oder flüchten. Fast alle Kampfkünste und Selbstverteidigungssysteme beschäftigen sich mit der Flucht überhaupt nicht. Meine Hoffnung ist es, dass Parkour diese Lücke schliessen kann.“
18.11.2018

Drei Worte zu...